Der Niedlichkeitsfaktor

Jeder sagt immer wie niedlich doch dieser kleine Teufel ist. Aber Fluse und ich sind maximal genervt. Die ganze Zeit wuselt dieses kleine Fellbündel zwischen unseren Beinen rum, und will irgendwas. Sie spielt mit allem und jedem. Und das noch bevor ich den ersten Kaffee habe. Ich glaube, Fluse ist auch Morgenmuffel. Finde ich sympathisch. Okay, sie miaut auch, und stand schon seit halb drei vorm Schlafzimmer, aber immerhin wuselt sie nicht dauernd rum, und man muss aufpassen dass man drauftritt.

Jedem dem ich mein Leid klage, sagt mir: „oh die ist so niedlich, genieß das, wenn sie groß ist, hört das auf“…… Ja, das hoffe ich doch. Ich will endlich schlafen. Nichmal das kann ich alleine

oh ja, sieht super niedlich aus. Aber seht Ihr meine Augenringe, das sind Krater!!! Und dann liegt sie da, voll das Unschuldslamm. Und wieder sagt jeder: oh is die süß! Und ich denk mir nur: Scheiß Katze. Hätte ich mal Dschingis Khan oder Ronja oder Terrorist oder so nennen sollen.

Und dann fallen mir bei dem sonoren Geschnurre die Augen zu. Und mein letzter Gedanke ist: es ist wunderschön eine Katze zu haben. Wie habe ich das vermisst.

Aber damit auch Fluse nicht zu kurz kommt, muss ich mich zerteilen. Und plötzlich entsteht Hektik in meinem eh schon chaotischen Leben. Ich eile zwischen Katzenklo und Geschirrspüler, Katzenspielzeug und Einkaufen, Job und alle füttern hin und her. Nein, es hilft mir keiner. Denn Katzenklo ist ja ekelig, und woher sollte meine Familie wissen, wann die Katzen Hunger haben. Man muss ihnen zugute halten, dass sie zumindest die Kleine bespaßen. Trotzdem muss auch ich oft genug mit ihr spielen, obwohl ich lieber Fluse kraulen würde.

Denn ich glaube, Fluse ist eifersüchtig. Dauernd bekommt Krümel Aufmerksamkeit. Die eigentlich ihr zusteht. Schließlich war sie zuerst da. Zwar nur eine Woche, aber sie hat recht. Und so versuche ich meine Liebe aufzuteilen. Leider ermüdet das zusätzlich, und mein Job ist derzeit echt stressig. Ich schlafe immer schon um 21 Uhr ein. Zum Glück, denn ab Mitternacht beginnt meine Schicht erneut, und die miauende Fluse verlangt Einlass.

Fluse ist eine sehr kluge Katze. Sehr schnell hat sie herausgefunden wie man Türen öffnet, und treibt damit meine Männer in den Wahnsinn. Mein Sohn meutert, dass er immer seine Tür abschließen muss, damit er seine Ruhe hat. Und auch M ist nicht begeistert. Was soll ich denn da sagen? Ich würde mich auch gern mal hinsetzen und garnichts tun. Nur leider ist immer eine Katze da, die was von mir will. Und wenn dann endlich mal alle Vierbeiner schlafen, kommt mein Sohn an, und braucht dringend seine Mama.

Ich hoffe, wenn die Beiden endlich aneinander gewöhnt sind, und das gefauche aufhört, kann ich mich mehr um mich kümmern. Obwohl mir gerade auffällt, dass es vielleicht ne ganz doofe Idee war. Die eine öffnet Türen, die andere spielt Streiche. Das kombiniert sich irgendwie auf teuflische Weise ganz gut. Sehr zu meinem Nachteil. Ich muss mal saugen hier, überall Federn vom Spielzeug und Fluse hat sich ein ruhiges Plätzchen gesucht…………..ja, da wäre ein Traum!

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