Schlafentzug

Wie bestimmt mittlerweile jeder erkannt haben dürfte: der Beitrag „Krümel“ ist leer. Unglaublich aber wahr, ich war wohl so müde, dass ich vergessen habe ihn zu speichern. Ich glaub so um die 1000 Worte waren es dann doch, und ich glaube, ich war wahnsinnig witzig. Ein paar Bilder waren auch drin. Aber im Endeffekt ist er halt leer. Ich bekomme es jetzt auch nicht mehr hin. Geschweige denn wieder hergestellt. Nun, abgehakt, wech is wech. Schreiben wir eben was neues, bzw. das Alte nochmal.

Es geht um Krümel. Unser Neuzugang. Klein, schwarz, nervig, 12 Wochen alt, verfressen und läßt mich weder schlafen, noch Fluse zur Ruhe kommen. Aber ganz von vorne:

Ich hatte ja berichtet, dass Flocke die Flocke gemacht hat. Tragische Geschichte, aber nicht zu ändern. Wir suchen sie. Überall, mit Flugblättern, und ich komme mir schon grausam und gemein vor, weil ich nicht mehr Zeit opfere. Aber was soll ich tun? Es ist weder klar wo sie hingelaufen ist, noch ob sie überhaupt noch lebt. Wie hat mir der Polizist so schön gesagt: „viele die ein Tier anfahren melden das nicht, sondern begehen Fahrerflucht aus Angst vor Konsequenzen“. Damit muss ich wohl leben. Auch mit der Angst, dass es hier in der Straße und näheren Umgebung Menschen gibt, die Katzen hassen, und diese absichtlich vergiften oder anders versuchen sie zu beseitigen. Wenn so jemand meine Flocke erwischt hat, dann werde ich es nie erfahren.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Urlaubszeit schon angefangen hat, und viele weg gefahren sind. Zwar stehen Fenster und Türen nicht auf, jedoch kann es sein, dass Flocke sich bereits beim Weglaufen dort versteckt hat, und deshalb nicht gefunden wird, weil sie dort eingesperrt ist, und jämmerlich verhungert. Ich kann schlecht überall klingeln und Einlaß verlangen. Die Menschen hier sind weder so nett, noch so hilfsbereit. Trotzdem will ich mich noch nicht damit abfinden und halte weiterhin Kontakt zu der Vorbesitzerin und auch mein Post in Facebook wird weiterhin fleißig geteilt.

Nichtsdestotrotz musste eine Entscheidung getroffen werden. Sollen wir Fluse alleine als Einzelkatze halten oder schaffen wir uns eine Zweitkatze an. Und wenn Flocke gefunden wird haben wir drei Katzen, oder sie gewöhnt sich nicht ein und läuft wieder weg. Also traf ich allein mal wieder Vorkehrungen. Denn man sollte nie eine Katze alleine halten. Auch wenn es am Anfang schwer ist, und sie sich vielleicht nicht mögen, als Mensch ist man halt nur Ersatz. Und nur Katzen untereinander verstehen sich. Sie können ganz anders miteinander spielen und kommunizieren. Einzelkatzen sind nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen gut. Aber da Fluse keinen Freigang hat, wäre sie einsam, und das wollten wir nicht.

Leider ist das Tierheim noch zu leer, und wir waren uns auch nicht sicher, ob es ratsam ist eine ältere Katze zu nehmen. Deshalb entschied ich, weil Fluse ja vor kurzem Nachwuchs hatte, eine kleine Babykatze zu holen. Ich dachte, vielleicht nimmt sie die Kleine an Kindes statt an, und hört auf zu miauen. Eigentlich ein nobler und weiser Gedanke. Was daraus wurde, stand eigentlich im Blogeintrag. Deshalb hier die Kurzfassung:

Wieder mal über ebay Kleinanzeigen suchten und fanden wir einen passenden Kandidaten. Wir schrieben ein wenig hin und her, und vereinbarten einen Besichtigungstermin. M packte sofort den Katzenkorb in den Kofferraum und so fuhren wir einige Kilometer um die Babys anzusehen.

Wir fanden fünf wunderhübsche getigerte und schwarze Kätzchen auf dem Kratzbaum vor. Alle zusammengekuschelt in einer Hängematte und supersüß am schlafen. Außer eine. Die guckte mich sofort interessiert an, knabberte gleich an meinem Finger, und spielte damit. So klein, und winzig. Ich traute mich kaum sie anzufassen, geschweige denn hochzuheben. Der Züchter, ein Russe, ermutigte mich dennoch. Sie war so federleicht und schnurrte auch gleich. Ich war begeistert. M wohl auch, denn er fragte gleich, wann wir sie mitnehmen könnten. „Sofort“ war die Antwort, und damit war es quasi beschlossen. Katzenkorb geholt, eingepackt, heim gefahren.

Zum Glück ohne Vorkommnisse. Ich brachte sie in die Wohnung, und sofort erkundete die neugierige kleine Fellnase die Wohnung. Angelockt von dem neuen Geruch, kam natürlich auch Fluse aus ihrem Versteck. Was allerdings dann passierte war weniger toll. Denn Krümel fauchte sie kurz an (was super süß klang) und Fluse ist wahnsinnig nachtragend. Denn seit dem kann sie die Kleine nicht ausstehen.

Okay, versteh ich, denn ich schlafe seit einer Woche nicht mehr, bzw. ab 3 Uhr morgens ist halt die Nacht rum. Krümel hat sie nie wieder angefaucht. Aber Fluse faucht und knurrt, sobald sie nur in die Nähe kommt. Was seltsam ist, denn auch wenn sie selbst an ihr vorbei schleicht, geht sie sie an. Sie stellt weder das Fell auf, noch haut sie nach ihr. Trotzdem ist es nervig. Ach ja, und sie jammert weiterhin Nachts und läßt mich nicht schlafen. Mein Freund macht es wie bei seinen Kindern – er tut so als ob er schläft, und überlässt mir das Bespaßen der Katzen.

Müsste ich nicht dauernd arbeiten wäre es wahrscheinlich auch nicht so schlimm. Denn sobald man die Wilden morgens gefütter hat, und ein wenig mit Krümel spielt, ist dann auch wieder für ein paar Stunden ruhe. Trotzdem fände ich es fein, wenn Fluse diesen Part übernehmen würde. Denn mein Gedanke war: wenn die beiden miteinander zocken, muss ich das nicht tun, und kann schlafen. Schließlich dürfen sie auch nicht ins Schlafzimmer. Was allerdings auch besser ist, denn die ersten Nächte habe ich im Gästezimmer übernachtet, Krümel am Kopfende, Fluse am Fußende. Nur leider war das Fluse nicht genug, und so hat sie gestänkert, und versucht Krümel wegzuknurren. Fazit: wieder kein Schlaf.

Ich will nur schlafen. Dann klappt das mit dem Bloggen bestimmt auch wieder….

2 Kommentare zu „Schlafentzug

  1. Ist die niedlich 🤩 Ich bin zwar kein Katzenhalter mehr und verstehe auch mehr von Hunden, als von Katzen, aber so ein Tier ist schon was aufregendes. Meistens im positiven Sinn,ausser der Lausbub kommt durch😂. Zur Zeit habe ich nicht die Zeit,um mich auch um die Erziehung oder Gassi gehen zu kümmern. Aber generell hätte ich schon gern wieder ein Haustier und wenn es nur ein Goldfisch ist😅. Die Spinnen im Keller zählen da wohl nicht. Naja,irgendwann klappt das wieder. Zur Zeit wäre es unfair dem Tier gegenüber, da wir wenig daheim sind.

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