Neues Projekt

Das mit dem Abnehmen hat ja semi gut geklappt. Ich will nicht meckern, denn schließlich habe ich es geschafft 5 kg abzunehmen. Bin mir zwar nicht ganz sicher, ob ich weight watchers dazu gebraucht habe, dennoch ist es so. Leider nehmen meine Freßattacken zu, und ich bin maximal gefrustet weil ich es nicht in den Griff bekomme. Ist ja auch kein Wunder. Nachdem ich festgestellt habe, dass mein Körper äußerst ungehalten reagiert wenn ich Hunger habe, musste ich an meinem Verhalten etwas ändern.

Gestern erst hatte ich mal wieder das Gespräch mit einer Kollegin. Sie erzählte mir, wie toll sie mit Intervallfasten 16/8 abgenommen hätte. Als ich meinte, dass das nichts für mich sei, war sie ganz überrascht. Ich konnte ihr nicht erklären, dass mein Körper einfach zusammen klappt, ich Herzrasen oder ähnliches bekomme, wenn ich nicht regelmässig esse. Außerdem ist es mir schleierhaft, wie sie bei diesen Arbeitszeiten so konsequent den Intervall einhalten kann – mal ganz unter uns gesagt. Wenn ich Nachtschicht habe, und erst um 21:30 Uhr Feierabend mache, möchte ich nicht um 7 Uhr aufstehen, damit ich ab 8 Uhr was essen kann, damit ich ab 16 Uhr hungern kann. Das klappt mit meinem Körper einfach nicht. Ich muß essen wenn ich Hunger habe. Dieses Prinzip funktioniert vielleicht bei Anderen, bei mir jedoch nicht. Deshalb habe ich damals damit aufgehört.

Auch weight watchers ist problembehaftet. Mir reichen die Mahlzeiten einfach nicht aus. Ich werde nicht satt. Wenn ich ein Gericht mit 5 Punkten anschaue, dann ist da hauptsächlich Eiweiß drin. Hühnchen hat keine Punkte, jedoch werde ich davon nur temporär satt. Esse ich nur Gemüse hat das zwar keine Punkte, jedoch nach spätestens 2 Stunden habe ich wieder Hunger. Das ist schlecht. Es ist nicht einfach so, dass mir der Magen knurrt. Ich habe extreme Bauchschmerzen, wenn ich das ignoriere, kommen nach 2 weiteren Stunden Übelkeit und dann Schwindel dazu. Um dem zu entgehen müsste ich essen. Wenn mein Geschmackssinn allerdings nicht zufrieden ist weil es nicht schmeckt, habe ich weiterhin Hunger. Obwohl ich was gegessen habe. Es ist also ein ewiger Teufelskreis.

Ich dachte, wenn ich das nur konsequent durchziehe, dann wird das schon. In jedem Ratgeber liest man, dass sich nach 4 Wochen der Körper auf die neue Ernährungsweise umstellt. Es zur Gewohnheit wird. Nicht mein Körper. Ich habe es sogar 2 Monate durchgehalten. Dabei hatte ich extreme Schmerzen, übelste Laune, Schwindelanfälle bis hin zu Ohnmacht, und halt Hunger. Immer Hunger. Das ist schlecht, denn dann verfällt der Körper in den Überlebensmodus, und lagert alles ein. Selbst ein Apfel führt dann zur Gewichtszunahme.

Die perfekte Diät habe ich für mich noch nicht gefunden. Was ich allerdings gefunden habe, ist mein Verhältnis zu meinem Körper. Ich treibe Sport. Ich bewege mich viel an der frischen Luft. Wenn ich eine Strecke laufen kann, tue ich das. Wenn es nur 2 km sind, fahre ich mit dem Rad. Das hätte ich früher nicht gemacht. Mein Körper dankt es mir, indem er seine Fettpolster verlagert, und ich zumindest nach außen hin definierter und dünner wirke. Auch meine Kondition ist besser geworden.

Ich lasse mir nicht mehr so einen Streß machen. Klar stelle ich mich weiterhin auf die Waage. Jeden Montag. Aber ich bin nicht mehr tottraurig wenn immer noch 81 kg drauf steht. Es ist okay. Wenn ich einen Becher Eis esse, gehe ich danach noch laufen. Abends esse ich grundsätzlich nichts mehr, oder nur nen Quark oder Skyr. Erstens schlafe ich dann besser, und zweitens fühle ich mich dann nicht so voll. Und am nächsten Tag wiege ich noch genauso viel wie vorher.

Der Kleinkrieg mit meiner Figur und der Waage normalisiert sich. Ja, ich rede immer noch über meinen fetten Arsch, und bin unnett zu mir. Aber dieser Weg wird ein sehr langer. Und das hat in Wirklichkeit überhaupt nichts mit meiner Figur zu tun. Ich denke wenn ich so weiter mache, werde ich mich irgendwann im Spiegel ansehen, und sagen: ich mag dich. Du siehst gut aus. Und wenn ich dann auf die Waage steige nach 3 Wochen, erstaunt feststellen: ey, ich wiege ja unter 80 kg. Das war ja einfach. Quasi schlank im Schlaf.

Denn genau so ist es. Der Körper weiß genau, welches Gewicht ihm gut tut. Und wenn er jetzt ein paar Fettpolster anlegt, dann aus seelischem Frust. Wenn der nachläßt, werden auch die Pfunde weniger, bis sie ganz wegschmelzen. Deshalb habe ich ein neues Projekt angefangen.

Mein Leben lang begleiten mich Fellnasen. Ich liebe Tiere. Katzen, Hunde, Pferde, große, kleine. Bisher hatte ich angenommen, mein Freund mag keine Haustiere. Es hat sich herausgestellt, dass es gesundheitlich für ihn problematisch ist. Bedeutet: er hängt an der Dialyse. Wenn er eine Niere transplantiert bekommt, ist sein Immunsystem sehr angreifbar. Deshalb raten die Ärzte von Haustieren ab. Er ist aber nicht transplantiert. Es sieht auch nicht so aus, als würde das in den nächsten 2-3 Jahren passieren. Deshalb haben wir geredet. Und er hat meinem Wunsch nach Katzen nachgegeben.

Heute werden wir nach der Dialyse zu einer Frau fahren, die ihre beiden Katzen abgeben möchte. Seit gestern bin ich deshalb dabei einen Kratzbaum zu bauen. Das wird ganz toll, und ich habe massig Spaß daran. Und was soll ich sagen: plötzlich fehlt mir ein halbes Kilo auf der Waage. UNGLAUBLICH!!!

Deshalb schließe ich diesen Diätblog, und öffne den neuen Haustierblog: Flocke und Fluse – 2 Katzen finden ihr neues Zuhause. Also folg mir gerne weiterhin, wenn es heißt: Bohne bloggt……

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